Gellerts Wohnhaus in Leipzig

Am 26.06.2015 wurde am Standort des ehemaligen Wohnhauses von Christian Fürchtegott Gellert eine Erinnerungstafel eingeweiht. Vertreter der Stadt Leipzig und der Universität Leipzig wohnten der feierlichen Einweihung bei. Der Freundeskreis Gellert Leipzig e.V. unterstützt das Projekt nach Kräften und hat an der Einweihung teilgenommen. Kulturbürgermeister Michael Faber, die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Schücking und die Gellertexpertin Katrin Löffler hielten aus diesem Anlass jeweils Ansprachen. Viele Gellertverehrer nahmen an der Veranstaltung teil.

 

   

 

Gellerts Wohnhaus

Gellert wohnte damals im Areal des "Großen Kolleg" im sogenannten Trinitätshaus, dass im Durchgang zwischen Goethestraße und der heutigen Ritterstraße 14 stand und unmittelbar an das Rote Kolleg angrenzte (Hinterhaus). Von der Goethestraße gelangte man durch den Eingang der Gastwirtschaft Schwarzes Bret(t) vorbei am Trinitätshaus zur Ritterstraße. Das Trinitätshaus, ein Gebäude für Professorenwohnungen, fand auch als sogenanntes Junius'sches Haus Eingang in die Literatur. 1841 wurde das Trinitäshaus umgebaut und 1891 wurde das Areal Großer Kolleg von Arwed Roßbach neu bebaut. Das Trinitäshaus soll bis 1903 bestanden haben. Um zu Gellerts Wohnhaus zu gelangen nahm man damals den Eingang Schwarzes Bret(t). Vermutlich stammt daher die vielzitierte Adresse Gellerts als Schwarzes Bret(t).

Das Große Kolleg (auch Großes Fürstenkolleg genannt) war ein Grundstück das für Lehrzwecke und als Unterkunft für Professoeren und Studenten diente. Die Erstbebauung fällt in das Ende des 16. Jahrhunderts. Die Gastwirtschaft Schwarzes Brett geht auf das zum Ende des 17. Jahrhunderts errichtete Neue Schenkenhaus zurück. Später wurde von der Goethestraße aus das Hotel Schwarzes Bret betrieben. 1910/1911 wurde der Bereich um das Schwarze Bret abgerissen und mit einer Filiale der Dresdner Bank neu bebaut.